Friede im Herzen finden – Friede in der Welt fördern

Ein kleiner Junge kommt zu seinem Vater, um mit ihm zu spielen. Dieser ist aber viel zu beschäftigt. Kurz überlegt er, wie er seinen Jungen beschäftigen könnte. Da fällt sein Blick auf eine Zeitschrift. Auf dem Blatt ist ein detailliertes Abbild der Erde zu sehen. Er schneidet die Seite heraus und dann mit der Schere in viele Schnipsel. „Schau, hier hast du ein schönes Puzzle“, sagt der Vater in der Hoffnung, sein Kind damit fürs erste beschäftigt zu halten. Der Sohn geht also mit den Schnipseln in sein Zimmer. Nach nur wenigen Minuten kommt er wieder zurück und präsentiert Papa freudig das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater staunt nicht schlecht. Er fragt seinen Sohn, wie er das so schnell hinbekommen habe. Darauf der Junge: „Ach das war ganz einfach. Auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und wenn der Mensch in Ordnung ist, dann ist auch die Welt in Ordnung.

Aus Friede im Menschen folgt mehr Friede in der Welt. Nicht umsonst sehnen sich viele Menschen nach mehr Frieden im Herzen. Aber wie? Ich beobachte bei mir, dass ich Frieden dadurch erreichen möchte, indem ich mehr verstehe und kontrolliere. Wenn alles sicher ist, keine bösen Überraschungen mehr kommen können und wenn ich alles verstanden habe, dann bin ich sicher und kann Frieden finden, Ruhe für mein Herz. Doch das funktioniert nicht. Weil diese Welt so nicht tickt.

Die Bibel spricht dagegen von einem Frieden, den wir nicht selbst machen können, sondern der von Gott verschenkt wird und der höher ist als meine Vernunft. Das ertappt mich. Sollte Friede im Herzen dann einziehen können, wenn ich ihn mir schenken lasse, statt alles verstehen und im Griff haben zu wollen? Das will ich lernen: Mit Nichtverstehen lernen zu leben und um Frieden zu bitten.

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