Make love – not war. Wo der Friede im Herzen herkommt…

feld.jpgEin kleiner Junge kommt zu seinem Vater, will spielen. Dieser ist aber viel zu beschäftigt. Da fällt der Blick des Vaters auf eine Zeitschrift. Auf dem Blatt ist ein detailliertes Abbild der Erde zu sehen. Er schneidet die Seite heraus und dann in viele Schnipsel. „Schau, hier hast du ein schönes Puzzle“, sagt der Vater in der Hoffnung, sein Kind damit fürs erste beschäftigt zu haben. Der Sohn geht mit den Schnipseln in sein Zimmer. Nach nur wenigen Minuten präsentiert er Papa stolz das fertige Bild. Der Vater fragt staunend seinen Sohn, wie er das so schnell hinbekommen habe. Darauf der: „Ach das war einfach. Auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich zusammengesetzt. Und wenn der Mensch in Ordnung ist, dann ist auch die Welt in Ordnung.“

Aus Friede im Menschen folgt mehr Friede in der Welt. Nicht umsonst sehnen sich viele Menschen nach Frieden im Herzen. Aber wie? Ich beobachte bei mir, dass ich Friede dadurch erreichen möchte, indem ich mehr kontrolliere. Wenn keine bösen Überraschungen mehr kommen und ich alles im Griff habe, dann habe ich Friede im Herzen. Doch das funktioniert nicht. Weil diese Welt so nicht tickt.
Die Bibel spricht dagegen von einem Frieden, den wir nicht machen können, sondern der von Gott verschenkt wird und der höher ist als unsere Vernunft. Das ertappt mich. Sollte mir Friede im Herzen geschenkt werden können, wenn ich aufhöre, alles verstehen und im Griff haben zu wollen? Darin will ich mich üben: Mit Nichtverstehen leben zu lernen und Gott um Frieden zu bitten.

(Entwurf für eine Radioandacht auf MDR – Aufnahme: 29.3. – Ausstrahlung: 9.4.2018 MDR)

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