Ein sinnlicher Glaube oder: Die unselige Trennung zwischen Körper, Seele und Geist

„Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!“ (Psalm 34,8).

Schmecken. Sehen.

Was steht da nicht? Denkt euch das. Erkennt die Freundlichkeit im Kopf.

schmecket.jpgAngeregt durch ein Gespräch darüber und durch die Vorbereitung der Einkehrzeit auf dem Forggenhof (noch wenige Plätze frei) zum Thema „Glauben mit allen Sinnen“ stoße ich wieder auf die Tatsache, dass wir meist mehr dem griechischen Menschenbild folgen und davon geprägt sind, als dem biblischen Menschenbild, das den Menschen als Einheit sieht. Ja im Neuen Testament wird Gott sogar Mensch. Fleisch. Ein skandalon – Skandal!

Was bedeutet das in der Konsequenz für die Erfahrung Gottes, aber auch für jede Glaubenspraxis? Das Körper, Verstand, Gefühle, Wille, Wahrnehmung, Sinne – all das gleichberechtigt unterwegs ist in der Erkenntnis Gottes. Das behagt nicht. Gedanken sind sicherer. Glauben wir. In Wahrheit sind sie manches mal sehr vorher bestimmt durch unsere Erfahrungen, Kontext etc.

Schmecken. Sehen. Die Freundlichkeit Gottes.

Das lockt uns Deutschen vermutlich erst mal ein: „Hä? Wie soll das gehen?“ hervor. Das gilt es mehr zu entdecken. Und dabei die Angriffe derer geduldig abprallen zu lassen, die meinen, dass nur der Verstand und das geschriebene Wort uns Erkenntnis bringen kann. Ich bin gespannt auf mehr Entdeckungen – die ersten dann auf der Einkehr im Dezember. Herzliche Einladung!

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