Rostige Gedankengebäude…

(Entwurf einer Radioandacht für den MDR für die Freikirchen in Thüringen)

Haben Sie schon mal versucht, ein dickes Eisenrohr zu zerstören? Klar, mit einer Trennscheibe geht das irgendwie mit Geduld und Spucke. Doch für eine Sache ist die Zerstörung eines Eisenrohrs überhaupt nicht schwierig – für das Rohr selbst. Wenn dieses nämlich oxidiert, wir sagen landläufig rostet, dann zerstört dieser Rost das Eisen gemächlich und mit Leichtigkeit… sicher kennen Sie Bilder von alten Rostlauben, bei denen man das Gefühl hat, die werden nur noch durch Löcher zusammengehalten. Und irgendwann bricht alles zusammen. Bei Menschen ist das nicht viel anders. Natürlich gibt es auch da äußere Einflüsse, die so brachial sind, dass sie zerstören oder zumindest stark beeinträchtigen: Missbrauch, Verlust eines lieben Menschen, eine schwere Krankheit… aber bei den meisten Erfahrungen des Lebens ist unsere Denkweise entscheidend. Ist diese Denkweise schief und krumm zum Beispiel durch eine schlechte Prägung in der Kindheit, dann zerstören wir unser Leben schleichend von innen. Deswegen ist es so wichtig, einen Blick auf die eigene Denkweise zu werfen und sich zu fragen: Ist das wahr? Baut es mein Leben auf, so zu denken? Muss ich die Denkweise meiner Eltern, meines Umfelds übernehmen? Ohne Maßstab ist das schwierig – aber Gott gibt gerne gute und gesunde Denkmaßstäbe. Wenn du z.B. in deinem Herzen denkst, dass du nicht wertvoll bist – dann sagt Gott: Das ist eine Lüge – du bist unendlich wichtig für mich. Also: Denkweise anschauen und justieren – auf dass unser leben nicht rostet, sondern aufblüht!