Lottaaaa! Komm her du Mistvieh!

(Entwurf einer Radioandacht für den MDR)

„Lotta, hier! Lotta, kommst du?! Lotta, bei Fuß! Kommst du wohl her? Mistvieh!“ Nein – so machen wir es nicht bei unserem jungen Hund. Denn Lotta, so heißt die Hundedame, ist durchaus intelligent und niedlich! Hunde können ja im optimalen Fall hunderte Wörter unterscheiden. Manchmal denke ich, dass Hunde damit so manchem Menschen voraus sind! Scherz beiseite – Hunde wissen: Bei Fuß bedeutet – neben dem Menschen herlaufen. Eins geht jedoch gar nicht: Wenn Herrchen oder Frauchen ein und dieselbe Handlung mit verschiedenen Worten verknüpfen! Erwünschte Tat: Hund soll herkommen! Die Aufforderung dagegen schwankt: HIER! Kommst du! Bei Fuß! Kommst du wohl! Über dem Hundekopf bildet sich eine große Sprechblase mit einem Fragezeichen darin…
Ist bei Menschen nicht anders. Sie kennen bestimmt auch Zeitgenossen, die nicht zu ihrem Wort stehen. Mal kommen sie pünktlich, mal gar nicht, mal zu früh – verwirrend. Oder ein Kollege sagt, er erledige eine Arbeit für Sie und mal klappt das und mal überhaupt nicht. Geht nicht. Jesus hat solche Unzuverlässigkeit selbst erlebt. Petrus hat zu ihm gesagt: „Ich halte zu dir, Jesus“ – und als dieser ihn gebraucht hätte, hat Petrus Jesus verlassen und behauptet, er kenne ihn nicht. Gut, dass Gott da verlässlicher ist und zu seinem Wort steht und das lautet: Gnade und Vergebung. Jesus hat genau diesen Petrus später neu berufen und ihm offensichtlich vergeben. Leider sind Menschen nicht immer so. Ich meine: Wir brauchen mehr Jesus in unserem Leben. Für die zweite und dritte Chance und mehr Verlässlichkeit!