Nachts auf Toilette…

(Entwurf Morgenandacht MDR)

Guten Morgen – mussten Sie heute Nacht auf Toilette? Also ich schon. Knapp 3 Uhr war es. Ich tapste unbeholfen unter Notbeleuchtung meines Smartphones durch den Flur, stolperte über etwas Weiches – unseren Hund – und erleichterte mich dann schlussendlich am Zielort. Passiert. Und nervt im ersten Moment. Nächtlicher Harndrang, da fängt man im Geiste schon mal an, Kürbiskerne zu knabbern. Also als Mann. Vielleicht hat man auch schlicht zu viel Flüssigkeit zu spät aufgenommen. Egal wie: Man muss das warme Bettchen verlassen und über Fliesen stapfen. Nicht so schön – umso schöner dann, wenn man feststellt, dass man noch einige Stunden schlafen darf, sich wieder ins weiche Bett rollt, einkuschelt, die Augen schließt und die wenigen Sekunden genießt, bis man wieder wegdöst. Herrlich. Ein Gefühl von Wärme und Wohlbefinden macht sich breit.

Warum erzähle ich das? Weil nach vielen Nervsituationen etwas richtig Schönes folgt. Dazu muss man aber durch die Nervsituation hindurch – sonst erlebt man auch das schöne Danach nicht. Man kann sich aber auch vor unangenehmen Situationen drücken, verpasst dann aber das Wohlgefühl hinterher. Die Bibel ist voller solcher Geschichten. Die Jünger und Jüngerinnen beten um Heilung und riskieren eine Blamage – aber hey, sie erleben eben auch Wunder. Jesus geht hinein in den Tod und lässt sich töten von den Menschen – und kommt so in die Auferstehung. Mit Jesus im Leben als Begleiter und Fachmann wird dieses Prinzip mutiger lebbar: Durch das Dunkel ins Licht. Durch die Niederlage in den Sieg. Sie sind nicht allein. Packen Sie es mit Jesus an.